Der häufigste Fehler ist schlicht das Nichtstun. Der Vertragsinhaber zieht aus, informiert den Anbieter aber nicht, weil in der Trennungsphase vieles gleichzeitig passiert und der Stromvertrag als unwichtig erscheint. Der Vertrag läuft unbemerkt weiter, und Monate später kommt eine Rechnung für Strom, den man schon lange nicht mehr verbraucht hat. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern kann auch zu ernsthaften finanziellen Belastungen führen.
Ein weiterer Irrtum betrifft das Kündigungsrecht. Viele gehen davon aus, dass ein Auszug den Vertrag automatisch beendet. Das stimmt nicht. Der Vertrag läuft weiter, bis er aktiv beendet oder übertragen wurde. Wer das nicht weiß, wundert sich, warum noch Abschläge abgebucht werden, obwohl man schon lange ausgezogen ist und fest damit gerechnet hatte, dass sich die Sache von selbst erledigt.
Auch die Zahlungspflichten werden oft unterschätzt. Wer glaubt, nach der Trennung keine Verbindung mehr zum Vertrag zu haben, kann eine unangenehme Überraschung erleben. Mahnungen, Nachforderungen oder sogar rechtliche Schritte des Anbieters sind möglich, wenn Rechnungen nicht beglichen werden. Gerade wenn die Kommunikation mit dem Ex-Partner schwierig wird, ist es umso wichtiger, den Vertrag frühzeitig klar zu regeln, statt auf eine informelle Einigung zu hoffen.